Wenn Rückenschmerzen nicht unmittelbar vom Rücken kommen

VORBERICHT Ratgeberaktion „Rückenschmerzen“ am 23. Januar 2014

Vielen Betroffenen könnte geholfen werden, wenn der wahre Verursacher der Beschwerden – das Iliosakral-Gelenk – erkannt würde.

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Donnerstag, 23. Januar 2014

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Rückenleiden sind Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland. Allerdings könnte in 25 Prozent aller Fälle chronischer Rückenschmerzen eine unerkannte degenerative oder entzündliche Erkrankung des Kreuz-Darmbein-Gelenks – des sogenannten Iliosakral-Gelenks – verantwortlich sein. Dieses unscheinbare und von außen nicht sichtbare Gelenk am Übergang vom Rücken zum Becken kann im Falle einer Störung oder Blockade für starke Rückenschmerzen mit möglicher Ausstrahlung in das Bein oder die Leistenregion sorgen und somit extreme Einschränkungen im alltäglichen Leben bedingen.


Eines der wichtigsten Gelenke im Körper
Das Iliosakral-Gelenk stellt den Übergang von der Wirbelsäule zum Becken und den unteren Extremitäten dar und ist somit eines der am meisten belasteten Gelenke des ganzen Körpers. Es ist bei jedem Schritt und jeder Drehung enormen Druck- und Zugbelastungen ausgesetzt – und deshalb besonders anfällig. Aber auch bei Nackenschmerzen kann die wahre Ursache beispielsweise in einer Störung im Iliosakral-Gelenk liegen. Denn die Wirbelsäule will diese Beschwerden ausgleichen – was unter Umständen zu Verspannungen am anderen Ende des Rückens führt. Bei Leistungssportlern, aber auch bei älteren Menschen kann es zudem zu Ermüdungsbrüchen des Iliosakral-Gelenks kommen. Von einem solchen Ermüdungsbruch war etwa die Tennisspielerin Andrea Petkovic betroffen. Welche charakteristischen Symptome deuten darauf hin, dass Rückenschmerzen die Folge einer Störung oder Blockade im Iliosakral-Gelenk sind? Warum ist die Diagnose der Beschwerden, die vom Iliosakral-Gelenk ausgehen, so schwierig? Was kann passieren, wenn Patienten fälschlicherweise auf andere Ursachen als das Iliosakral-Gelenk behandelt werden?
Schonendes neues Operationsverfahren
Weil Schmerzen im Rücken oder dem Bein oft nicht dem Iliosakral-Gelenk zugeordnet werden, kann dies für die Betroffenen einen längeren Leidensweg als nötig bedeuten. Wer jedoch die richtige Diagnose gestellt bekommt, hat gute Chancen auf Heilung. Bisher wurde versucht, vor allem mit konservativen Therapiemaßnahmen bei den Patienten für Besserung zu sorgen. Seit zwei Jahren gibt es aber ein völlig neues, schonendes Operationsverfahren, das inzwischen bereits mehr als 1 000 Patienten in Deutschland geholfen hat. Entwickelt wurde diese Operationstechnik von John Stark, einem Orthopäden aus Minneapolis / USA. Bei dem „DIANA“ genannten Verfahren gelangt der Arzt über einen schonenden kleinen Schnitt im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule an das Iliosakral-Gelenk. Dabei wird dem Patienten ein Titan-Implantat eingesetzt, um die schmerzhaften Knochen des Darm- und Kreuzbeins bis zur Einheilung der angelagerten Knochenspäne auf Distanz zu halten. So bleiben die Knochen dauerhaft in der richtigen Position und die Spannung des Beckengürtels nähert sich dem Zustand vor der Erkrankung an. Der chirurgische Zugang erfolgt fernab vom Wirbelkanal und schont somit Muskulatur, Nervenwurzeln und Gefäße. Wie viele Kliniken in Deutschland verwenden diese Methode und wo findet man sie? Welche Nebenwirkungen kann die Anwendung der neuen Methode haben? Kann die Operation wiederholt werden, falls es nicht zu einer dauerhaften Heilung kommt?

Fragen Sie unser Expertenteam
Im Vorfeld einer Operation am Iliosakral-Gelenk ist eine gründliche Untersuchung wichtig, um andere Ursachen der Beschwerden im Bereich der angrenzenden Hüftgelenke und der Lendenwirbelsäule auszuschließen. Dann wird versucht, die Beschwerden durch manuelle Therapie und Injektionen sowie gegebenenfalls durch eine Verödung schmerzleitender Nervenfasern zu behandeln. Erst wenn die konservative Therapie ausgereizt ist, kommt eine Operation in Betracht. Was weist darauf hin, dass Rückenschmerzen die Folge einer Störung oder Blockade im Iliosakral-Gelenk sind? Wie lassen sich Probleme im Iliosakral-Gelenk sicher diagnostizieren? Was ist das Besondere an der neuen operativen Methode zur Behandlung der Beschwerden? Gibt es bereits Erfahrungsberichte von Patienten, die die Operation haben durchführen lassen? Diese und alle anderen wichtigen Fragen rund um das Thema Rückenschmerzen beantworten ausgewiesene Experten am 23. Januar 2014.
Am Telefon und im Chat sitzen für Sie:

Dr. med. Volker Fuchs, Orthopäde, Chirotherapeut und orthopädischer Rheumatologe, Leitender Oberarzt AMEOS Klinikum St. Salvator Halberstadt, Klinik für Orthopädie und Rheumatologie, seit 2010 federführender Ausbildungsarzt des „DIANA“-Verfahrens und Leiter der klinischen Studien. Präsident der SIMEG-Arbeitsgruppe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie (DWG)

Dr. med. Frank Hassel, Orthopäde, Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie im Loretto-Krankenhaus Freiburg, Mitglied der SIMEG-Arbeitsgruppe und „DIANA“-Tutor seit 2010

Dr. med. Bahram Hashemi, Facharzt für Neurochirurgie, spezielle Schmerztherapie, Neurochirurgische Intensivmedizin, Wirbelsäulenchirurgie, Neurochirurg am Hegau-Klinikum Singen, Mitglied der SIMEG Arbeitsgruppe und DIANA-Tutor seit 2010.

Jens Mechler, niedergelassener Facharzt für Neurochirurgie in Husum. Seine Praxis ist Teil der „Medizinische Versorgungszentren Klinikum Nordfriesland GmbH“. Er wurde 2010 von Dr. Stark in der Indikationsstellung und OP-Technik des DIANA-Verfahrens ausgebildet und operiert an den Kliniken in Husum und Tönning. Gründungsmitglied der SIMEG e.V., Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie.

Dr. med. Ulrike Laupichler, Fachärztin für Orthopädie, Leitende Ärztin der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie an der Asklepios Klinik Lindenlohe in Schwandorf / Oberpfalz, 2. Vorsitzende der SIMEG e.V., „DIANA“-Tutor seit 2010

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Text und Bilder: (djd)


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