Barrierefrei im Altbau

(djd). Das Durchschnittsalter der Deutschen steigt, und parallel mit dieser Entwicklung wächst auch die Nachfrage nach barrierefreiem, altersgerechtem Wohnraum. Viele ältere Einfamilienhäuser sind dafür nicht gut gerüstet: Treppen zwischen Wohn- und Essbereich sowie Schlafzimmer und Bad können bei eingeschränkter Beweglichkeit ein kaum zu überwindendes Hindernis darstellen.

Altersgerechte Raumaufteilungen frühzeitig vorplanen

In einem solchen Fall lohnt es sich, frühzeitig darüber nachzudenken, ob es bei Bedarf möglich ist, alle wichtigen
Lebensbereiche auf eine Ebene zu verlagern. Wenn Grundfläche und
Raumzuschnitt dafür keine guten Möglichkeiten bieten, lässt sich das Haus in vielen Fällen durch einen Anbau erweitern, der zusätzlichen Platz auf einer Bewegungsebene schafft. Besonders einfach ist eine solche Hauserweiterung aus Holz und in der Ausführung durch einen Zimmererfachbetrieb. Viele Informationen zum Holzhandwerk und eine Adressdatenbank mit Zimmereibetrieben gibt es unter www.zimmermeister-modernisieren.de.
Holzanbauten lassen sich im Übrigen auch mit einem Steinhaus sehr gut kombinieren. Die Bauzeiten für den Anbau in Holz sind kurz, da große Teile in der Zimmererwerkstatt vorgefertigt werden können und weil Holz, anders als Mauerwerk, nicht erst trocknen muss. Eine Wärmedämmung, die den Anforderungen der aktualisierten Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 entspricht oder noch besser ausfällt, kann der Zimmerer ebenfalls mit Holzmaterialien umsetzen. Den Oberstock abkoppeln und als Gästewohnung nutzen oder vermieten

Bei der Planung eines Anbaus kann es sich zusätzlich lohnen, eine Entkoppelung des Obergeschosses mit vorzusehen. Das geht ganz einfach, indem der Zimmermeister gleich noch eine Außentreppe mit separatem Eingang zu den Räumen der oberen Etage einbaut. So entsteht eine getrennte Wohneinheit, die sich später beispielsweise als Gästewohnung für Freunde und Familie nutzen oder als zusätzliche Einnahmequelle zur Aufbesserung der Rente vermieten lässt.


Text: djd/Johannes Neisinger
Fotos: djd/Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau

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