Vorsicht Wildwechsel!

In den dunklen Wintermonaten sollten Autofahrer besonders vorsichtig sein: Wegen Revierkämpfen und der Brunft kommt es verstärkt zu Wildwechsel. Wie gefährlich Wildwechsel für Mensch und Tier sind, zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Wildtier Stiftung: Im vergangenen Jahr starben 27 Menschen an den Folgen eines Wildunfalls, 3.000 Menschen wurden verletzt und 230.000 Wildtiere getötet. Um Unfälle zu vermeiden, sollte besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden der Fuß vom Gas genommen werden. Zu diesen Zeiten sind Wildtiere am häufigsten unterwegs – leider auch auf den Straßen. Wem ein Tier direkt vor das Fahrzeug läuft, der muss schnell reagieren und sofort bremsen. Auch wenn der Schutz der Tiere wichtig ist, sollte man niemals ausweichen. Zudem sind Schäden durch Ausweichmanöver in der Teilkaskoversicherung – anders als bei einer Vollkaskoversicherung – nur in sehr seltenen Fällen abgesichert. Sie leistet nur, wenn das Ausweichmanöver notwendig ist, um höhere Schäden zu vermeiden, und wenn Zeugen glaubhaft beweisen können, dass  tatsächlich ein unmittelbarer Zusammenstoß bevorstand. Bei einem Wildunfall kann es zudem in der Teilkaskoversicherung Einschränkungen geben, je nachdem, mit welchem Tier der Fahrer zusammenstößt. Grundsätzlich übernommen werden die Kosten für Zusammenstöße mit Haarwild, z. B. Wildschweinen und Rehen, aber auch Fischottern und Dachsen. Falls es doch zu einem Unfall kommt, ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend. Nach einem Wildunfall muss die Warnweste angezogen und die Unfallstelle gesichert werden. Erst dann soll das Tier von der Fahrbahn entfernt werden. Außerdem ist der Fahrzeughalter verpflichtet, die Polizei und den Förster zu verständigen. Der Förster stellt eine Wildschadenbescheinigung aus. Diese muss bei der anschließenden Schadensmeldung unbedingt beim zuständigen Versicherer eingereicht werden. (is)

Suche

ANZEIGE